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Nachhaltige Flächenbewirtschaftung

Fünf vor zwölf – höchste Zeit, die Klimakrise anzugehen

Von der Economist Intelligence Unit verfasst

Hitzewellen im Pazifischen Nordwesten, Flächenbrände in Griechenland und Superzyklone im Asien-Pazifik-Raum – Szenen, die in diesem Sommer die Schlagzeilen dominierten und uns mahnend in Erinnerung rufen, dass unser Klima in der Krise steckt. Der Schutz der Ressourcen, die unsere Lebensgrundlage bilden – unser Trinkwasser, unsere Wälder und Grund und Boden selbst –, hat mittlerweile oberste Priorität. Kein Weg führt mehr daran vorbei, unsere begrenzten Ressourcen nachhaltig zu nutzen.

Bislang herrschte ein falsches Dilemma: der Glaube, dass wirtschaftliche und ökologische Interessen grundsätzlich im Widerspruch zueinander stehen. Tatsächlich aber wurde bereits durch Mechanismen der nachhaltigen Verwaltung unserer Ressourcen dem dringlichen Weckruf Folge geleistet, denn schließlich gilt es, eine wachsende Weltbevölkerung zu ernähren. Eine funktionstüchtige Landwirtschaft fördert den weltweiten Handel und schafft auf der ganzen Welt robuste Märkte und Gemeinschaften. All das muss jedoch nicht mehr zu Lasten unseres Planeten gehen.

Experten, Forscher und Wissenschaftler weisen darauf hin, dass Entscheidungsstrukturen, politische Programme und Regierungen im Einsatz für eine nachhaltige Verwaltung von Grund und Boden eine Schlüsselrolle spielen. Mittlerweile leisten auch Unternehmen dem Aufruf nach Veränderung Folge und schlagen durch Finanzierung sichtbarer, transparenter Innovationen in der Lieferkette eine Brücke zwischen diesen beiden Welten. Denn nur so können unsere natürlichen Ressourcen geschützt werden, sei es durch den Schutz von Wäldern und Grünland, die Wiederherstellung degradierter Flächen oder die Regeneration des Bodens.

Und wo müssen wir ansetzen, um Veränderung zu bewirken?

Es gibt nicht die eine Patentlösung für den Erhalt der Flächen und des Schutzes unseres Klimas, aber es besteht Hoffnung. 
Genau jene Menschen, die das Land bewirtschaften, um die Welt zu ernähren, sind leidenschaftliche Landschaftsschützer. Die in verschiedensten Lieferketten und geografischen Gebieten ergriffenen Maßnahmen zeigen, dass die Landwirtschaft nicht nur Teil der Lösung ist, sondern unverzichtbar für eine nachhaltigere, robuste weltweites Nahrungskette, die weniger von schwindenden natürlichen Ressourcen abhängt.

Man on a soy field landscape imageRobert Horster, Leiter für weltweite Nachhaltigkeit EMEA bei Cargill, ist überzeugt davon, dass Veränderung bereits beim landwirtschaftlichen Betrieb beginnt.

„Ohne das Engagement der Landwirte würde die Lieferkette nicht funktionieren. Angesichts des Klimawandels und der Verringerung der Artenvielfalt, die uns alle bedrohen, sind wir dafür verantwortlich, Landwirte – die echten Verwalter unseres Planeten – aktiv zu unterstützen. Das Potenzial für echte Veränderung liegt nämlich am Ursprung der Nahrungskette.“ 

Horster erklärt, wie Cargill federführend bei der Zusammenarbeit mit den Landwirten zur Förderung regenerativer landwirtschaftlicher Praktiken ist, um diese Praxis zum Standard zu machen.

People on a field landscape image„Im Rahmen des Cargill-Programms für regenerative Landwirtschaft erhalten Landwirte eine Vergütung für die Verbesserung der Bodengesundheit und positive Umweltergebnisse, unter anderem die Bezahlung pro metrische Tonne an gebundenem CO2. Das Programm vernetzt Landwirte mit dem wachsenden CO2-Marktplatz und wird dazu beitragen, die freiwillige Übernahme von regenerativen Landwirtschaftspraktiken auf einer Gesamtfläche von rund 4,5 Millionen Hektar bis zum Jahr 2030 zu erhöhen.“

Durch Initiativen wie diese wird das Potenzial, das die nachhaltige Landwirtschaft für die Sicherung unserer Koexistenz mit der Natur bietet, in der Praxis genutzt.

Und obwohl der Landwirt unverzichtbar für die Veränderung des bestehenden Systems ist, ist ein gemeinsames, auf den Schutz und die Wiederherstellung der Flächen ausgerichtetes Vorgehen maßgeblich für einen echten Wandel – heute, aber auch für künftige Generationen. Ein lebendes, atmendes Ökosystem vermag mehr, als nur Nährstoffe für das Pflanzenwachstum zu liefern: Es entzieht der Atmosphäre CO2, verbessert die Wasserqualität und hält Dürrezeiten stand.

Die von Cargill ergriffenen Maßnahmen tragen bereits Früchte. Das Unternehmen hat im Bestreben, abholzungsfreie Lieferketten zu schaffen, bereits Programme für den Palmen-, Soja- und Kakaoanbau umgesetzt. Darüber hinaus investiert das Unternehmen in die Zukunft des Planeten: durch die Wiederherstellung von Landschaften, das Pflanzen von mehr als einer halben Million Bäumen auf der Elfenbeinküste und eine Partnerschaft mit dem World Resources Institute in Südamerika und der Karibik zur produktiven Wiederherstellung von 500.000 Hektar Fläche bis zum Jahr 2025.

People on a field landscape imageHorster betont:

„Wir wissen, dass wir nur durch Handeln die Zukunft unseres Planeten verbessern können. Wir stehen im Mittelpunkt des Ernährungssystems. Somit sind wie dafür verantwortlich, langfristige Perspektiven zu schaffen und aktiv Lösungen zu unterstützen, die zum Schutz, zur Regeneration und zur Wiederherstellung unserer wichtigsten Ressourcen dienen.“ 

Es ist klar, dass weder eine Region noch ein Unternehmen oder eine Person allein den Weg hin zur nachhaltigen Verwaltung unserer Bodenflächen gehen kann. Um eine nachhaltige Zukunft zu gewährleisten, die auf Wiederherstellung und Innovation beruht, müssen alle Stakeholder einbezogen werden. Cargill, den Landwirten und der Zivilgesellschaft kommt als Landschaftsverwaltern eine maßgebliche Rolle zu. Oder, wie es Horster formuliert:

„Das Land nährt uns, und im Gegenzug müssen wir das Land nähren.“ Leafy field image